CeBIT 2012 - Meine Eindrücke

Nachdem ich es im letzten Jahr nicht schaffte, habe ich es dieses Jahr doch wieder geschafft mich auch mal einen Tag auf der CeBIT blicken zu lassen. Da ich wie üblich wieder über den Blog als "Pressevertreter" registiert war, konnte ich sogar auch die interessanten Bereiche (Presse-Lounge wegen schnellem Internet und der Reseller-Bereich wegen deutlich interessanterer Angebote) schauen und mir einen Eindruck verschaffen. Auf Bilder müsst Ihr im Artikel aber leider verzichten, da keine der hier genannten Firmen es für nötig hielt Pressematerial zur Verfügung zu stellen (Im Netzjargon: "Fail!") und ich mich leider darauf verließ anstatt eigenes Bildmaterial zu produzieren.

Auch wenn der Hauptgrund auf die CeBIT zu fahren immer noch ist mal ein paar Leute, die ich schon aus dem Netz kenne in Real zu treffen, habe ich mich dieses Jahr dann doch auch für den Tablet-Markt interessiert. Ich bin ja immer noch auf der Suche nach einem Tablet und wollte von daher wissen was der Markt aktuell hergibt und eventuell auch gleich mal schauen wie die Geräte sich bedienen lassen.

Im Grunde kennt man die meisten Geräte ja schon aus den einschlägigen Blogs (NetbookNews, Stadt-Bremerhaven, …) von der CES und dem MWC allerdings findet man im Reseller-Bereich der CeBIT doch auch Geräte, über die bisher noch gar nicht gesprochen wurde. (Meistens leider zu Recht…)

Ein gutes (bzw. eher schlechtes) Beispiel für diese Geräte ist meiner Meinung nach der Hersteller "3Q" mit  seinen "Qoo! q-pad". Was zum Beispiel das "BC9710A" angeht, sieht es schon auf den ersten Blick aus wie ein billiger iPad-Nachbau. Laut Prospekt soll das Gerät mit Android 4.0 ausgeliefert werden, hatte aber auf den Vorführgeräten immer noch Android 2.3.4 installiert. Allerdings fragt man sich auch gleichzeitig, was genau ein Android 4.0 Tablet mit Hardware-Buttons soll.

Auch ansonsten war der Tablet-Markt - bis auf die sowieso bekannten Geräte - eher mit irgendwelchen günstigen billigen Angeboten (zum Teil mit "echtem iPad 2 Display") geflutet. Wirkliche Qualität ließ sich eher vermissen.

Ein relativ gutes Exemplar war ein neues Tablet mit einem Tegra 3 Prozessor von "Smartbook". Hier war deutlich zu merken, dass das Gerät von der Geschwindigkeit des Quad-Core-Prozessors profitiert. Leider wurde uns eine Version mit einem noch "verbuggten" (O-Ton des Mitarbeiters, welcher uns das Gerät vorführte) Android 4.0.1 gezeigt. Allerdings selbst mit den Bugs lief es deutlich besser als so manches andere Tablet. Nur das Design ließ doch sehr auf das Samsung Galaxy Tab 10.1 N schließen. Im Display waren die Punkte für die Touch-Sensoren in einigen Winkeln deutlich zu erkennen. Bei helleren Bildern bzw. einer Nutzung bei direkter Draufsicht hingegen waren auch diese nicht zu sehen. Das Gerät soll vom Hersteller 12 Monate Support und somit wahrscheinlich auch das Update auf Android 5 erhalten. Der Preis soll für die Wifi-Variante bei etwa 400 Euro und für die 3G-Variante um die 80 euro mehr liegen.

Ein weiteres Hilight für mich war eine Präsentation der Firma "EX3D Eyewear". In normalen Kinos habe ich immer Probleme damit, dass ich vom Schauen von 3D-Filmen Kopfschmerzen bekomme und außerdem die Brillen, die die Kinos verkaufen, oftmals drücken. Die Brillen, die es am Stand von CineProject zum Testen (übrigens mit Trailern von "Hobbit", "Ice Age 4" und anderen) gab, hingegen drückten nicht, gab es in verschiedenen Designs und vor allem auch in einer Ausführung für Brillenträger. Diese Ausführung wird dann nur noch auf die eigene Brille aufgesteckt anstatt zwei Brillen aufzusetzen.

Ansonsten ein generelles Fazit zur CeBIT aus meiner Sicht: Ein Tag reicht deutlich aus und im Endeffekt braucht man es sich auch nicht mehr anzutun durch die ganzen Hallen zu laufen. Das was gezeigt wird, kennt man in der Regel eh schon aus dem Internet und von den ansonsten statt findenden Veranstaltungen und die Vorträge auf der Webciety (die meisten schaute ich via Live-Stream) sind z.T. echt unterirdisch und entweder falsch oder aber reine Produktwerbungen. Das einzig Interessante ist Leute kennen zu lernen, die man sonst so aus dem Internet kennt. Dieses Jahr zum Beispiel bin ich tatsächlich zum ersten Mal dem Caschy im echten Leben begegnet…