Dienst-Test: RescueTime

Seit ein paar Tagen nutze ich auf die Empfehlung von Mathias hin den Dienst "RescueTime". Dieser ist dazu gedacht aufzuzeichnen welche Programme, Webseiten und mobilen Apps man den Tag über nutzt und daraus eine Übersicht zu erstellen. Anhand dieser Übersicht kann man dann sehen wofür eigentlich der ganze Tag draufgegangen ist.

RescueTime Statistik an einem Sonntag

So zum Beispiel sieht bisher mein Sonntag aus. Auffälligkeiten: Nein, eigentlich nicht. Ich habe ein wenig mit den gängigen Tools zur "Softwareentwicklung" wie z.B. dem Terminal gearbeitet und ansonsten den Tag in der Hauptsache im Bereich des Entertainment oder genauer genommen beim Zocken verbracht…

Zugegeben, an einem Wocheendtag ist die Statistik zumeist nur zur Erheiterung zu gebrauchen. An einem Tag in der Woche sieht man aber ganz gut, warum man Abends das Gefühl hat den ganzen Tag nichts geschafft zu haben. Für mich als Systemadministrator sollte die Kategorie "Software Development" eigentlich ganz oben stehen. Wenn statt dessen "Communication & Scheduling" oben gelandet ist, weiß man wenigstens was am Tag schief lief und warum man "nichts" geschafft hat…

Ein kommunikationsreicher Wochentag…

Die größten Bedanken ergeben sich bei der Nutzung dieser Software sicherlich dadurch, dass alle Seiten und Programme zum Server eines Fremdanbieters gesendet werden. Ja, was soll ich dazu sagen? Ist halt so. Das ist meine Meinung. Nicht so ganz statistiktaugliche Seiten wie zum Beispiel Pornoseiten werden gleich ausgefiltert und gar nicht erst mit in die Statistik genommen. Man merkt nur, dass sich die Zeit ohne Aufzeichnung erhöht.

Ein weiteres cooles Feature ist, dass man sich Ziele setzen kann. Diese Ziele sind bei mir zum Beispiel, dass ich pro Werktag zwischen 6 Uhr morgens und 8 Uhr abends mehr als 2 Stunden im Bereich der Softwareentwicklung (oder in meinem Fall Administration) gearbeitet, jedoch weniger als 2 Stunden "distracting time" haben möchte:

Tägliche Ziele…

Wie man am Screenshot auch schon sehen kann, gibt es Premium-Features, die es einem dann zum Beispiel ermöglichen "distracting sites" (also z.B. Facebook) zu blockieren, offline-Aktivitäten wie Meetings zu loggen, Benachrichtigungen zu bekommen und sich "daily highlights" zu notieren. Mir persönlich waren diese paar zusätzlichen Features die 9 USD pro Monat oder 72 USD pro Jahr noch nicht wert. Ich fand es erstmal in der Hauptsache interessant zu erfahren wie meine Tage so aussehen und warum ich an einigen Tagen das Gefühl habe nichts zu schaffen.

Alles in allem ist mein Fazit bisher, dass man die kostenlose Version gut nutzen kann um einen Überblick über seinen Tag zu bekommen. Ob ich später zur kostenpflichtigen Version upgrade kann ich aktuell noch nicht sagen.

Wer sich auch Anmelden möchte, darf dafür gerne meinen ref-link verwenden. Dann kann ich bald kostenlos die Premium-Version testen und auch etwas darüber sagen bzw. schreiben. Falls Ihr schon Nutzer seid, würde mich eure Meinung interessieren. Schreibt mir doch mal in die Kommentare was Ihr von RescueTime haltet…