Eine Woche voll Feuerwehr

Real life

Wie am Anfang der Woche schon erwähnt, stand für diese Woche sehr viel frische Luft auf dem Plan und recht wenig Internet-Leben. Jetzt ist die Woche vorbei und ich möchte mal ein wenig daraus berichten. Vorab: Das viele draußen sein und in der frischen Luft arbeiten hat mir nicht geschadet. Im Gegenteil möchte ich behaupten. Es war mal ganz schön eine Woche raus zu kommen. Zwar war ich abends immer zu Hause und habe meine Mails etc. abgearbeitet aber ansonsten war nix mit Computer.

Los ging es am Montag morgen um 6 Uhr mit dem Aufstehen. Um viertel vor Acht sollte ich in Loy bei Oldenburg an der Landesfeuerwehrschule sein um am Truppführer-Lehrgang teilzunehmen. Das erfüllte die komplette Arbeitswoche mit 35 Stunden Lehrgang. Davon waren einige Stunden zwar theoretischer Unterricht in Containern (Die LFS baut gerade um und die neuen Lehrgebäude sind noch nicht nutzbar.) aber auch die gingen durch praxisorientierten Unterricht und gute Ausbilder recht schnell vorbei. In der Praxis sind wir die Woche über einige Einsatzübungen "gefahren" - naja wirklich gefahren ist nur der Ausbilder und wir sind immer zu den Übungsorten auf dem Gelände der LFS gelaufen aber so weit ist es auch nicht.

Die Übungen gingen von Standardübungen nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 mit und ohne Bereitstellung über Selbstrettung aus Gebäuden mittels Abseilen von dem Balkon, Personensuche in Gebäuden bis zur Übung im Brandcontainer mit echtem Feuer. Also wenn auch nach dem Prinzip viele Übungen sehr ähnlich verlaufen war es doch immer wieder abwechselnd und fordernd. Natürlich musste die Woche dann durch einen Test beendet werden, der mit 20 Fragen im Multiple Choice-Verfahren nicht sehr umfangreich war, allerdings trotzdem alle Themengebiete aus dem Unterricht abdeckte. Das Ergebnis dieses Tests bekommen wir allerdings erst in etwa 3-4 Monaten. So lange bleibt ungewiss, ob ich mich jetzt Truppführer nennen darf oder die Prüfung wiederholen muss.

Auf jeden Fall denke ich, dass die Entscheidung nicht in der LFS zu übernachten zum Teil ihr Gutes hatte aber mit insgesamt 680 Kilometern in dieser Woche auch relativ fahrtintensiv war. Trotzdem glaube ich - auch wenn dadurch morgens eine Stunde Schlaf fehlt, dass ich mich wieder so entscheiden würde.

Heute waren dann ab Mittag (also endlich mal wieder Ausschlafen) Feuerwehr-Wettbewerbe auf Kreisebene angesagt. Der alljährliche Nordkreispokal stand an und wir waren wieder mit einer Gruppe dabei. Ich denke mit dem Ergebnis, dass wir 3. von 14 Teilnehmern bei den aktiven Wehren geworden sind, können wir alle gut leben. Vor allem, da wir damit auch noch die Besten aus der Gemeinde geworden sind. Näheres dazu findet sich auch im Bericht auf der Webseite unserer Feuerwehr.

Im Anschluss an den Nordkreispokal haben wir dann noch den jährlichen Fackelumzug des Sportvereins hier in Dreye (Warum suchen die sich eigentlich immer den Termin, wo der Nordkreispokal liegt, aus?) abgesichert. Da der Umzug über normale Straßen verläuft und diese auf etwa 300m Länge blockiert, ist es auch ganz gut, dass der Zug von mehreren Kameraden und unseren Fahrzeugen zur Sicherung begleitet wird.

Und jetzt hoffe ich, dass morgen nicht noch irgendetwas anfällt und ich die Woche ruhig ausklingen lassen kann. Auf jeden Fall wisst Ihr jetzt auch warum es die Woche ein wenig ruhiger war als normal üblich.