Kommunikation

Körpersprache, Lachen, Schreiben, Smalltalk, Sprechen, Verstehen, Zuhören… Nur 7 von vielen Worten, die für Kommunikation stehen aber wie kommuniziert man? Eine Frage, die ich mir sehr häufig stelle…

Die meisten Leser dieses Artikels werden sich mit Sicherheit fragen, worauf ich nun wieder raus will. Es ist schließlich "das natürlichste der Welt" zu Kommunizieren. Schon ein Baby fängt damit an und kommuniziert mit seiner Umwelt (Wie erfolgreich das ist, sei einmal dahingestellt.)  und das setzt sich bis ins hohe Alter fort.

Wir kommunizieren tagtäglich mit der Verkäuferin beim Bäcker, den Kollegen im Büro, den Kunden bei der Arbeit, anderen Menschen beim Mittagessen, der Kassiererin im Supermarkt und Bekannten am Abend. Kein Tag ist frei von Kommunikation. Bei einigen eher eine Kommunikation im schriftlichen Sinne, bei anderen in der Hauptsache über (Körper)Sprache.

Aber was ist Kommunikation? Meiner Meinung nach ein Weg Informationen von A nach B zu transportieren. Meistens wichtige Informationen. Oft aber auch unwichtige Informationen – zu denen mit Sicherheit dieser Artikel auch gehört. Nur was ist wenn es keine wichtigen Informationen gibt, die übermittelt werden wollen? Stille? Nein, bei den meisten Menschen fängt dann der "Smalltalk" an.

Als Alltagsgespräch (Plauderei, auch Smalltalk oder Geplänkel, im Dialekt unter anderem Schwatzen, Plauschen) bezeichnet man ein Gespräch, das spontan, zufällig, locker und in einem umgangssprachlichen Ton geführt wird, in dem es sich zumeist um Themen der privaten Lebenssphäre handelt.

(Quelle: Wikipedia)

Um Themen der privaten Lebenssphäre… Eine interessante Formulierung für belanglose Informationen. Aber wen interessiert eigentlich dieser Haufen belanglose Informationen? Warum sollte ich jemandem belanglose Informationen übermitteln, die derjenige nicht verwerten kann und eigentlich gar nicht haben will? Vor allem: Was sind diese Informationen, die nicht dafür sorgen, dass derjenige direkt vor Langeweile einschläft?

Warum scheitert also nahezu jede nicht geschäftliche Kommunikation mit anderen Menschen, die ich führe? Meine Ansicht über die Kommunikation oben beantwortet es eigentlich schon. Es gibt keine interessanten oder wichtigen Informationen, die es zu übermitteln gilt. Warum sollte diese Unterhaltung also geführt werden? Sie dient keinem Zweck und ist somit überflüssig.

Natürlich sehen das die wenigsten Menschen genauso wie ich. Von daher verstehen es die meisten nicht. Da es von der üblichen Verhaltensweise abweicht, wird meine Kommunikation auch nicht toleriert und ich werde entweder als Ignorant oder aber als hochnäsig oder "etwas besseres" [abwertend] angesehen… Das ist zwar mitnichten meine Intention aber ich habe mich damit inzwischen abgefunden.

Allerdings sorgt auch genau das dafür, dass die wenigsten Menschen sich mehr als drei Mal mit mir unterhalten. Natürlich wird jetzt der eine oder andere denken "Och wäre das schön. Endlich mal Ruhe!" aber ganz ehrlich: Es nervt und zwar gewaltig!

Versucht man einen Dialog weiter in Gang zu halten, wird es schnell als nervig abgestempelt. Lässt man es und nutzt die Kommunikation für ihren eigentlichen Zweck der Informationsübermittlung – na ich muss mich ja nicht wiederholen. Das hatte ich ja zwei Absätze drüber gerade schon.

Aber was ist eigentlich "das richtige" Maß der Kommunikation? Wann ist es zu viel und wann zu wenig? Aus meiner Sicht ist es bei diversen Leuten schon zu viel, wenn sie mit der Kommunikation beginnen. Der Informationsgehalt, den sie in 2 Stunden vermitteln, ließe sich bequem auf 5 Minuten reduzieren ohne wichtige Aspekte dabei weg zu lassen. Mit anderen Leuten hätte ich gerne mehr Kontakt aber wäre das dann in ihren Augen schon wieder nervig? Und vor allem: Worum sollte sich diese Kommunikation drehen?

Einige Berufszweige haben mit Sicherheit einen großen Bereich an beruflichen Informationen, die sie als "Lückenfüller" präsentieren können und der auch durchaus interessant ist. Polizisten zum Beispiel: Was dieser Berufszweig tagtäglich erlebt kann ganze Bücher, Dokumentationen und mit Sicherheit viele Gespräche füllen. Nur wenn Ihr jetzt mal ganz erlich seid: Was ist an einem Job als Programmierer spannend? (Und jetzt wieder aufhören zu gähnen!)

Also nun mal raus mit der Sprache! Wie seht Ihr das mit der Kommunikation? Seid Ihr eher derjenige, der immer etwas zu erzählen hat oder wie ich derjenige, der schweigend zuhört und daher von vielen als unkommunikativ und langweilig angesehen wird? Was ist für euch zu viel Kommunikation und wann ist es zu wenig?