Malware oder nicht?

Malware?

Heute wurde ich mit einem Problem konfrontiert, welches mir doch zu denken gibt. Leider denke ich in diesem Zusammenhang auch darüber nach, ob einige Entwickler von freier Software noch ganz bei Trost sind.

Speziell geht es darum, dass auf einem Windows-Rechner in der letzten Zeit Updates installiert wurden. Dabei wurde keine neue Software installiert sondern einfach nur die neusten Versionen der schon vorhandenen Software. Unter Anderem ging es dabei um die Software "PDFCreator". Beim Update wurde schon vorgeschlagen die Yahoo!-Toolbar zu installieren, welches dankend abgelehnt wurde. Heute dann habe ich festgestellt, dass die Suche in der Adressleiste des Firefox (Suchbegriff statt URL eingeben und Enter drücken) nicht mehr wie üblich mit der Google-Suche sondern mit der Yahoo!-Suche ausgeführt wurde.

Prinzipiell leicht zurückzustellen, indem man einfach in der Firefox-Konfiguration den Parameter "keyword.URL" ändert. Da dieser allerdings immer noch auf den Einstellungen für die Google-Suche stand, konnte das Problem hier nicht liegen. Erst nach dem Mitschneiden des Netzwerktransfers von diesem Rechner, habe ich festgestellt, dass die Yahoo-Suche nicht direkt aufgerufen wird sondern eine Adresse auf "api.mybrowserbar.com".

Dadurch konnte ich einen Foren-Thread im Chip-Forum finden, in dem zu lesen war, dass die Software "PDFCreator" ungefragt ein Firefox-Addon installiert, welches die Suche manipuliert und zu Yahoo umleitet. Dazu möchte ich aus der Wikipedia mal die Definition des Wortes "Malware" zitieren:

AlsSchadprogramm oderMalware [...]bezeichnet manComputerprogramme, die entwickelt wurden, um vom Benutzer unerwünschte und ggf. schädliche Funktionen auszuführen. [...]

(Quelle: Wikipedia)

Schließen wir also daraus, dass die Software "PDFCreator" Malware verbreitet? Ich würde sagen ja, denn niemand wollte das Plugin haben, welches die normale Suchfähigkeit des Browsers umgeht und diese durch eine andere Suche ersetzt.

Daher bitte ich doch alle Softwareentwickler, die freie Software entwickeln und der Meinung sind, sie müssten Zusätze mitliefern, das als "Opt-In"-Option anzubieten (Es wird standardmäßig nicht installiert, sondern nur auf Wunsch des Kunden z.B. durch eine Checkbox.) und nicht als Zwang (Malware) oder "Opt-Out" (Der User wirds schon wegklicken wenn er es nicht will.).