Mein Verhalten in "social networks"

Weil in letzter Zeit immer mal wieder die Frage auf kam ob und warum ich in einigen sozialen Netzwerken nicht mehr aktiv bin möchte ich hier mal einen kleinen Text erschaffen, den ich dann einfach verschicken kann. Außerdem wissen dann alle Leser meines Blogs Bescheid wie es um dieses Thema steht…

Also fangen wir mit Twitter an… Aktiv war ich da von 2008 bis 2011 und habe über 44.000 Tweets geschrieben. Daraus könnte man wahrscheinlich schon einen Roman machen aber trotzdem endet dieser recht abrupt. Warum also? Ganz einfach: Mit der Zeit sind immer mehr Menschen zu Twitter gekommen, es wurde "Mainstream". Jeder musste bei Twitter sein und sein Produkt vermarkten, sich über sein Leben beschweren und allen möglichen Mist ablassen. Versteht mich bitte nicht falsch, ich habe auch viel belanglosen Mist geschrieben. So viel wichtiges Zeug habe ich gar nicht zu vermelden als dass ich damit solche Texte hinbekommen würde aber es ging mir in der letzten Zeit einfach nur noch auf den Sack.

Entweder waren es Tweets mit irgendwelchen dubiosen URLs, SEO-Spammer, Whatever-Coaches oder viele viele Leute, die über ihr Leben am jammern waren. Dazu kamen dann die selbst ernannten Twitter-Sherifs und die Das-darfst-du-so-nicht-Twittern-Spacken. Im Endeffekt bestand meine Timeline aus viel gejammer und geflame. Danke reicht. Jaja ich weiß ich bin ja selber Schuld wenn ich diesen Leuten folge…

Dann hätten wir noch Facebook… Für mich als Coder zum Teil mein Arbeitsplatz denn seit Facebook daher gegangen ist und die ganzen einfachen HTML-Schubser vor den Kopf gestoßen hat weil man für Fanpage-Tabs nun iFrames braucht sind die Aufträge für Coder wieder mehr geworden. Andererseits allerdings auch ein nerviges Spamfass. Aus Anstand wurden Leute zu meinen "Freunden" gezählt, die ich zum Teil nicht einmal persönlich gesehen habe und um den Frieden zu wahren auch nicht wieder aus der Liste geworfen. Dazu gab es dann schon die Liste "Stranger", die nichts von meinen Posts erfuhr.

Spam in der Form, dass diverse Leute jeden verdammten Tweet zu Facebook pushen mussten und dann ausgeblendet wurden. Die inzwischen weit über 100 Apps, die auf der Blockliste stehen weil ich nicht andauern erfahren möchte, dass Person XYZ einen tollen neuen Award in Game ABC erhalten hat.

Aber außerhalb der "privaten" Netzwerke gibt es dann noch die Business-Netzwerke… XING zum Beispiel ist da so eines davon. Natürlich bin ich auf XING angemeldet aber seit dem letzten Design-Update und den neuen "Timeline"- und Apps-Features ist es eigentlich nur noch eine unnutzbare Kopie von Facebook mit einer Priese Twitter gemischt. Auch hier wieder cross-postings, damit auch der letzte Idiot ganz sicher erfährt, dass Person XYZ jetzt gerade aus dem Haus gegangen ist um sich mit ABC in der DEF-Straße im GHI-Lokal zu treffen… Einen wirklichen Mehrwert hat auch XING für mich nicht. Ich kenne 3/4 der Leute auch dort nicht persönlich sondern habe sie aus Anstand hinzugefügt.

Um mehr international zu denken meldet man sich dann natürlich noch bei LinkedIn an. Was habe ich davon? Noch mehr Cross-Postings und noch mehr Pflegeaufwand für die ganzen Details. Was bringt es mir wirklich? Noch weniger als XING. Die Kontakte sind eh in beiden Netzwerken die gleichen. Naja mal abgesehen von den ganzen aus Anstand hinzugefügten Leuten. Die habe ich auf LinkedIn gleich ignoriert.

Aber zu guter Letzt will ich nicht nur über Netzwerke meckern sondern Google+ auch lobend erwähnen. Schließlich ist es das Netzwerk, in dem ich meine Zeit verbringe, wenn ich gerade welche übrig habe und dabei nicht gerade etwas anderes mache. Hier brauche ich endlich nicht mehr aus Anstand jeden hinzuzufügen, den ich irgendwo aus irgend einem Grund einmal kurz kennen gelernt habe. Die Leute können meine Äußerungen selber verfolgen und brauchen dazu nicht meine Erlaubnis. Die Einstellungen für die Privatsphäre brauchte ich bisher auch noch niemandem zu erklären, da die Menschen, welche zu dumm zum Lesen sind noch nicht angekommen sind.

Außerdem haben selbst Anwälte schon gesagt, dass die Bedingungen bei Google+ besser aussehen als bei Facebook. (Als ob ich mich darum scheren würde aber es ist ein tolles Argument…) Die Spiele bleiben auch nachdem sie jetzt bei Google+ verfügbar sind in einem abgeschotteten Bereich und nur wenn ich mich selbst in die Spielesektion begebe sehe ich die ganzen "XYZ hat einen neuen Highscore in ABC erzielt"-Posts.

Ansonsten brauche ich mich auch um Skype nicht mehr zu scheren, da ich den Leuten bei Google+ einfach das Stichwort "Hangout" an den Kopf werfe. Ich persönlich habe zwar noch keine Verwendung für einen Videochat gefunden aber das liegt ja nicht am Netzwerk sondern eher an meiner persönlichen Nutzung und Verbindung zu den anderen Usern.

So also mit anderen Worten als Fazit aus viel unnützem Text: Wenn Ihr mich irgendwo sucht um mir etwas zu schreiben, etwas zu teilen oder einfach nur zu lesen was ich in meiner geistigen Umnachtung für einen Käse produziere: Ab zu Google+ und da suchen. Ich bekomme zwar sowohl von Facebook als auch von Twitter immer noch meine Benachrichtigungen aber 99% davon landen unbeachtet in der Tonne.

Wer sich jetzt übrigens auf die Füße getreten fühlt weil ich sein persönliches Lieblingsnetzwerk hier schlecht mache: Mir doch egal. War in dem Fall höchstwahrscheinlich Absicht. Also geht zurück in eure Twitter-Timeline und jammert euren Followern die Ohren voll und willkommen in der Beschreibung über Twitter hier im Artikel.