[Real-Life] Führerscheinüberprüfungen für Autofahrer

Ein Thema, welches ich in meinem Bekanntenkreis immer wieder anspreche und wofür es immer wieder neue Argumente gibt hat heute wieder einmal eine Bestätigung erhalten.

Aber fangen wir am Anfang an: Alle Leute, die einen LKW-Führerschein der Klasse C1 (3.5 - 7.5 Tonnen) besitzen müssen ab ihrem 50. Geburtstag alle 5 Jahre eine Untersuchung machen, die durch einen Arzt bestätigt, dass der Fahrer tauglich ist einen LKW zu führen. Wir Besitzer der Führerscheinklasse C (> 7.5 Tonnen) müssen diese Untersuchung ab dem Erwerb des Führerscheins alle 5 Jahre machen. (Ich bin auch 2012 wieder dran.)

Wird diese Untersuchung nicht gemacht, verfällt der Führerschein und man darf - logischerweise - keine Fahrzeuge der entsprechenden Führerscheinklasse mehr führen, da nicht mehr sicher ist, dass wir dieses, ohne eine Gefahr für die Öffentlichkeit darzustellen, können.

Fahrer aller Führerscheinklassen unter 3.5 Tonnen erhalten ihren Führerschein auf Lebenszeit und dürfen somit - wenn sie sich Punktemäßig unauffällig verhalten - bis zu ihrem Ableben am Steuer sitzen (und am Steuer sterben). Somit muss ich doch davon ausgehen, dass diese Personen durchaus zum Verkehrsrisiko werden können wenn uns LKW-Fahrern das unterstellt wird oder?

Nimmt man sich einmal die Meldungen von Verkehrsunfällen (z.B. diese Meldung über einen "verwechselten Vor- und Rückwärtsgang") vor stellt man fest, dass immer wieder Leute, welche die 50 überschritten haben Unfälle bauen, bei denen man an ihrer geistigen Gesundheit zweifeln muss. Warum also dürfen diese Leute eigentlich noch ein Fahrzeug führen? Gut bei meiner verlinkten Meldung hat es "nur" einen Sachschaden gegeben. Durchaus hätte aber auch ein kleines Kind in der Schneise der Verwüstung stehen können.

Oder nehmen wir den Bericht über einen älteren Herren, der fast zwei Polizisten getötet hätte, da er offensichtlich nicht mehr in der Lage war die Lage auf der Straße richtig einzuschätzen. Es ging darum, dass sich bei Glätte in einer Kurve ein Unfall ereignet hatte. Ein Streifenwagen wurde zum Unfallort entsandt und zur Absicherung des Unfalls mit Blaulicht auf der Straße abgestellt. Die Polizisten konnten sich gerade noch mit einem Sprung in Sicherheit retten, nachdem eben erwähnter Herr den Streifenwagen einfach umfuhr und somit ungebremst in den dahinter liegenden Unfall rammte.

Sicherlich verursacht ein LKW außer Kontrolle deutlich mehr Schäden als ein PKW aber auch ein PKW-Unfall kann im ungünstigen Fall Tote fordern. Warum also brauchen PKW-Fahrer keine Tauglichkeitsuntersuchungen zumindest ab einem bestimmten Alter? Es geht mir ja gar nicht darum, dass die PKW-Fahrer ebenfalls ab Führerscheinerwerb alle 5 Jahre diese Überprüfung mitmachen sollen aber zumindest ab 50 Jahren muss meiner Meinung nach die Tauglichkeit regelmäßig überprüft werden!

Was meint Ihr dazu? Seht Ihr das anders?