Vergleich: Firenox Alpha gegen LED LENSER M7R

Verpackt: Firenox Alpha und LadegeraetVor Kurzem wurde ich gefragt, ob ich daran interessiert sei eine neue Taschenlampe zu testen. Dabei handelt es sich ausnahmsweise nicht um eine Lampe von LED LENSER sondern die "Firenox Alpha", welche mir fuer den Test von der Life is Simple GmbH zur Verfuegung gestellt wurde. Da mich hochwertige Taschenlampen schon seit laengerem interessieren, habe ich dem Angebot zugesagt und so konnte ich in den letzten Tagen die Firenox Alpha testen und mir ansehen, ob sie meinen bisherigen Favoriten, die LED LENSER M7R , ersetzen koennte.

Da ich schon einmal einen ausfuehrlichen Bericht ueber die LED LENSER M7R geschrieben habe, moechte ich auf die Lampe vorerst nicht weiter eingehen sondern widme mich in der Hauptsache der Firenox Alpha bzw. dem Vergleich der beiden Lampen.

Die Alpha ist eine Lampe, die genau wie die M7R auf einer Cree-LED als Leuchtquelle basiert. Die Leuchtstaerke liegt mit 500 Lumen deutlich ueber den 220 Lumen der M7R, kann allerdings bei nur 200m Leuchtweite nicht mit den 255m der M7R mithalten. An Einstellmoeglichkeiten hat die Alpha deutlich weniger Moeglichkeiten als die M7R, was aber fuer Benutzer, die viel Wert auf Einfachheit legen, auch durchaus ein Vorteil sein kann.

Meiner Meinung nach ein deutlicher Nachteil der Alpha ist, dass sie Standardmaessig mit CR123A Batterien betrieben wird. Diese findet man nur im gut sortierten Handel oder als Online-Bestellung. Auf die angegebenen 15 Stunden Leuchtdauer gerechnet, liegen die Kosten somit im besten Fall um die 4 Euro fuer Batterien. Allerdings lassen sich die Batterien durch einen Akku ersetzen, der mit 15 Euro zwar nicht allzu guenstig ist, sich allerdings nach 4 Batterieladungen auch wieder lohnt. Der Akku muss zum Laden allerdings aus der Alpha entfernt und in einem spezielles Ladegeraet wieder aufgeladen werden. Ein einfaches Magnetsystem wie bei der M7R existiert nicht.

Im Gegensatz zur M7R, welche sehr glatt gehalten ist und nur eine leichte Riffelung am Griff besitzt, ist die Alpha sehr kantig und vielen hervorstehenden Teilen versehen. Der Guertelclip ist bei der Alpha fest an der Lampe befestigt und steht am Ende ca. 1cm von der Lampe ab, was zwar sicherlich praktisch ist um sie am Guertel zu befestigen, allerdings sehr unpraktisch ist, wenn es um die Handhabung geht. Diesen permanent vorhandenen Vorsprung in der Hand zu haben, ist fuer mich nicht sehr angenehm. Die M7R verzichtet hier auf einen fest an der Lampe angebrachten Clip und es wird statt dessen ein Clip mitgeliefert, in welchen die Lampe nur eingesteckt wird wenn er am Guertel befestigt ist.

Lieferumfang der Firenox AlphaDie Verpackung der Alpha ist ein einfacher Karton mit innenliegendem Schaumstoff, der die einzelnen Teile haelt. In der Produktbeschreibung ist zwar von der Lieferung in einer "praktische[n] Geschenkbox" die Rede, allerdings wuerde ich den Karton nicht fuer eine Geschenkbox halten. Was den Lieferumfang angeht, wird die Alpha mit einem Textilholster, einer Trageschlaufe und 2 Dichtungsringen geliefert. Das Holster habe ich nicht getestet, allerdings zeigen meine Erfahrungen mit aehnlichen Holstern anderer Hersteller, dass hier schnell der Klettverschluss, die Naehte oder sogar das Gewebe selbst schnell den Geist aufgeben wenn man die Lampe oft aus dem Holster nimmt.

Bei der Bedienung setzen beide Hersteller darauf, dass sich die verfuegbaren Modi der Taschenlampe durch das Betaetigen des Einschalt-Knopfes durchschalten lassen. Waehrend allerdings die M7R eingeschaltet wird und sich die Modis danach durch leichtes antippen der Taste durchschalten lassen, muss man die Alpha einschalten, kurz ausschalten und wieder einschalten um in den naechsten Modus zu kommen. Das kann unter Umstaenden schon darin resultieren, dass man im falschen Modus landet und sich erst durch wiederholtes Druecken durch die Modi "durchklicken" muss. Eine Fokussierung des Lichtstrahls ist im Gegensatz zur M7R nicht vorgesehen. Die Alpha hat einen bestaendigen Leuchtkegel, welcher sich nicht veraendern laesst.

Was den Leuchtkegel angeht, ist die Breite etwas eingeschraenkter als bei der M7R und die Ausleuchtung an den Raendern ist nicht scharf abgegrenzt sondern laeuft ins nichts aus. Damit sind die Raender des Leuchtkegels schlechter beleuchtet als die Mitte. Stellt man bei der M7R die Strahlfokussierung etwa mittig ein kann man den Leuchtkegel der Alpha in etwa nachvollziehen. Die Ausleuchtungen fuer den Nah- oder Fernbereich fehlen allerdings.

Lichtkegel der Firenox Alpha Lichtkegel der LED LENSER M7R mit Fernfokus Lichtkegel der LED LENSER M7R mit Nahfokus Referenz: Lichtkegel von PKW-Scheinwerfern

Der Preisliche Unterschied zwischen den beiden Lampen wiegt meiner Meinung nach gar nicht mal so schwer, wenn man betrachtet, dass die Firenox Alpha 49,99 Euro + 14,99 Euro fuer den Akku (= 64,98 Euro) kostet und die LED LENSER M7R bei etwa 102 Euro liegt (Aktueller Amazon-Verkaufspreis). Dafuer bekommt man bei der M7R eine hochwertige Lampe, die sich ohne auseinander Bauen laden laesst und die keine abstehenden Teile hat, an denen man sich potentiell die Finger aufreissen kann. Wer die Moeglichkeiten der Fokussierung nicht braucht, seine Lampe zum Laden auch aufschrauben mag und mit einer kantigen Lampe gut zurecht kommt, kann knapp 40 Euro sparen und zur Alpha greifen.

Ich fuer meinen Teil bleibe trotz der 280 Lumen geringeren Leuchtstaerke der M7R treu, da sie besser in der Hand liegt, einen fuer mich besseren Guertelclip hat und sich ohne auseinander Bauen mit einem einfachen Anclippen des Ladegeraetes laden laesst.